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Sport nach Schlaganfall [2]

Sport nach Schlag­an­fall — ist sinn­voll und wird auch von Kran­ken­kas­sen unter­stützt. Ich habe auf der Web­sei­te der AOK nach­ge­le­sen und inter­es­san­te Punk­te zu die­sem The­ma gefun­den. Die­se Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auch auf den Web­sei­ten von ande­ren Kran­ken­kas­sen, ich habe es hier gele­sen und schrei­be Ihnen des­we­gen dazu.

Auf der Web­sei­te heißt es: “Reha­bi­li­ta­ti­ons­sport und Funk­ti­ons­trai­ning sind ergän­zen­de Maß­nah­men zur medi­zi­ni­schen Reha­bi­li­ta­ti­on. Sie rich­ten sich an behin­der­te und von einer Behin­de­rung bedroh­te Men­schen. Ziel der Maß­nah­men ist es, die Pati­en­ten unter Beach­tung der spe­zi­fi­schen Auf­ga­ben des jewei­li­gen Reha­bi­li­ta­ti­ons­trä­gers mög­lichst dau­er­haft wie­der in die Gesell­schaft und das Arbeits­le­ben ein­zu­glie­dern.”

So weit so gut, aus dem Text kann man schon ein wenig die Grund­la­gen her­aus­hö­ren, die im SGB V und SGB IX gelegt sind.

Was aber ist denn nun eigent­lich der Unter­schied zwi­schen Reha­bi­li­ta­ti­ons­sport und Funk­ti­ons­trai­ning? Beim Reha­bi­li­ta­ti­ons­sport wird mit den Mit­teln des Sports sowie mit Sport­spie­len gear­bei­tet.
Das Funk­ti­ons­trai­ning nutzt dage­gen beson­ders Mit­tel der Kran­ken­gym­nas­tik und der Ergo­the­ra­pie.

Bei­de Maß­nah­men, Reha­bi­li­ta­ti­ons­sport und Funk­ti­ons­trai­ning, müs­sen in Grup­pen abge­hal­ten wer­den und haben zum Ziel, dass der Pati­ent nach die­sen Ein­hei­ten selbst­stän­dig trai­nie­ren kann und auf die Grup­pe nicht mehr ange­wie­sen ist.

Damit Sie sich zu den Leis­tun­gen und den etwai­gen Zeit­räu­men der Maß­nah­me infor­mie­ren kön­nen, neh­men Sie bit­te die Rah­men­ver­ein­ba­rung über den Reha­bi­li­ta­ti­ons­sport und das Funk­ti­ons­trai­ning zu Hil­fe. Ihr behan­deln­der Arzt oder die The­ra­peu­ten kön­nen Ihnen sicher auch hel­fen, wenn Sie Fra­gen zu der Rah­men­ver­ein­ba­rung haben.

Unse­re Infor­ma­tio­nen zu die­sem Arti­kel haben wir von der Sei­te: https://www.aok-gesundheitspartner.de/bund/reha/leistungen/rehasport/index.html bezo­gen.

Sport nach Schlaganfall [1]

Sport und Bewe­gung nach Schlag­an­fall, die­se Über­schrift habe ich mit Inter­es­se in einer Fach­zeit­schrift für Ergo­the­ra­pie gele­sen. Im ers­ten Moment dach­te ich mir, das geht doch nicht oder zumin­dest stellt sich die Fra­ge, ist das Sport?
Der Arti­kel ist ja für Ergo­the­ra­peu­ten geschrie­ben. So ver­su­che ich jetzt den Arti­kel, wenn auch gekürzt, für Betrof­fe­ne und deren Ange­hö­ri­ge zu trans­po­nie­ren. Nach der medi­zi­ni­schen Erst­ver­sor­gung und der anschlie­ßen­den sta­tio­nä­ren Reha­bi­li­ta­ti­ons­be­hand­lung im Kran­ken­haus oder einer ande­ren Reha­bi­li­ta­ti­ons­ein­rich­tung geht es irgend­wann wie­der in das häus­li­che Umfeld zurück. Die Moti­va­ti­on aller Betei­lig­ten ist sehr hoch, die Erfol­ge im Kran­ken­haus waren sehr gut sicht­bar. Doch nach eini­ger Zeit sta­gnie­ren die Erfol­ge in der Ent­wick­lung. Denkt man nur dar­an, dass zuhau­se kein The­ra­peut zur Ver­fü­gung steht, der die All­tags­pro­ble­me beglei­tet und hel­fend ein­grei­fen bezie­hungs­wei­se unter­stüt­zen kann, ist das auch ganz gut nach­voll­zieh­bar.

Sport und Bewegung nach Schlaganfall
ein Leitfaden für die Organisation und Durchführung von Rehabilitationssportgruppen nach Schlaganfall

144 Sei­ten Infor­ma­tio­nen als PDF

Quelle: http://www.schlaganfall-hilfe.de/documents/10156/70245/leitfaden_sport_nach_schlaganfall.pdf

Was in der The­ra­pie noch leich­ter von der Hand ging, wird jetzt schwie­rig und gelingt nicht mehr so gut. Die Fol­ge davon ist nicht sel­ten Frus­tra­ti­on, Rück­zug, Wut und Unge­duld. Wenn sich dann noch der Freun­des- und Bekann­ten­kreis zurück­zieht, wird es pro­ble­ma­tisch. Ange­hö­ri­ge neh­men den Betrof­fe­nen (mit posi­ti­ven Absich­ten) vie­le Din­ge ab, lei­der oft zu vie­le. Das Resul­tat die­ser Akti­on ist oft ein Rück­gang der Selbst­stän­dig­keit und eine Stei­ge­rung der Inak­ti­vi­tät. So ent­steht eine schwie­ri­ge Bezie­hung zwi­schen Betrof­fe­nen und Ange­hö­ri­gen.

Hier kann der Sport nach Schlag­an­fall, genannt “SpaS”, in einer Grup­pe anset­zen und wert­vol­le Unter­stüt­zung sein. Fünf bis zwölf Teil­neh­mer tref­fen sich wöchent­lich zu einer Stun­de Grup­pen­sport mit einem Anlei­ter und einer Assis­tenz. Inhalt­lich geht es um Funk­ti­ons- und Kon­di­ti­ons­trai­ning sowie Gleich­ge­wichts­schu­lun­gen und Sturz­pro­phy­la­xen. Dies wird mit Stuhl­gym­nas­tik und Bewe­gungs­spie­len rea­li­siert. Beglei­tet wird der Grup­pen­sport mit Musik und vie­len ver­schie­de­nen Hilfs­mit­teln. Wich­ti­ges Ele­ment in den Grup­pen­stun­den ist der Spaß und das Lachen und das Mit­ein­an­der im Tun.

Frau Zig­anek-Soehl­ke schreibt:“Bewegung — am bes­ten mit Ver­gnü­gen — unter­stützt die Neu­ro­re­ge­ne­ra­ti­on und die Nut­zung der Neu­ro­nen, also das Den­ken, am bes­ten ohne Stress und mit viel Spaß.”

Quelle: Zeitschrift, "Praxis Ergotherapie" 5/2015, SpaS-Sport und Bewegung nach Schlaganfall (Friederike Ziganek-Soehlke)
weitere Informationen unter: http://imuda.de/therapeuten-bewegung.html